Kevin Pezzoni

Kevin Pezzoni

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Tarzan mit festem Gemüt

Der 20-jährige Kevin Pezzoni ist längst zum wichtigen Mann im 1. FC Köln geworden. In zehn Spielen blieb Köln in der Hinrunde ohne Gegentreffer, in neun davon stand Pezzoni auf dem Platz. Er hat sein Leben ganz dem Profitum gewidmet.

BELEK - Kevin Pezzoni hat gestern Morgen extra lang trainieren müssen, doch das war ein gutes Zeichen für den Mittelfeldmann des 1. FC Köln. Denn die Sonderschicht absolvierte er gemeinsam mit dem Führungsspielern des 1. FC Köln; mit Novakovic, Mohamad, Maniche und all den anderen. Das Kölner A-Team erhielt am Donnerstagnachmittag im Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg eine Auszeit und musste daher am Vormittag etwas länger arbeiten. Gegen Nürnberg spielte der Kölner Nachwuchs, und obgleich Pezzoni erst 20 Jahre alt ist, ist er dem Status des Jungtalents mittlerweile entwachsen. „Er ist extrem wichtig für die Mannschaft“, sagt Soldo, „er ist der Spieler, der für uns vor der Abwehr dicht macht.“ In zehn Spielen blieb Köln in der Hinrunde ohne Gegentreffer, in neun davon stand Pezzoni auf dem Platz. Allerdings gibt es beim strengen Kroaten Soldo kein Lob ohne Einschränkung. „Wie alle jungen Spieler hat auch Kevin noch viel Luft nach oben.“

Der Trainer will Pezzoni zu offensiverem Denken bewegen. „Kevin spielt noch zu oft quer“, beschreibt der Kroate. Soldo weiß, wovon er spricht - auf Pezzonis Position war er einst ein Weltklasse Spieler. „Er hilft mir sehr“, sagt Pezzoni, der trotz 1,93 Metern Körpergröße noch immer auf sein erstes Kopfballtor für den FC wartet. Das sei jedoch, meint Pezzoni, taktischen Zwängen geschuldet. „Ich muss bei Eckbällen ja immer am kurzen Pfosten rumgammeln“, sagt er mit einem Lächeln.

Selbstbewusstsein hat nicht gelitten

In der Vorbereitung schien Soldo wenig überzeugt von Pezzoni, er plante mit einem Vierer-Mittelfeld und zwei Spitzen - für Pezzoni war da neben Petit und Maniche im Zentrum kein Platz. „Wenn namhafte Spieler dazu kommen, müssen die spielen. Aber ich habe dem Trainer gezeigt, dass er auf mich bauen kann“, sagt Pezzoni. Das Selbstbewusstsein hat in dieser Phase nicht gelitten. „Ich habe letzte Saison 27 Spiele gemacht. Ich war ja kein Nobody mehr.“
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