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Letzter gesunder FC-Verteidiger Hilft jetzt nur noch beten, Herr Pezzoni?
Auf dem T-Shirt von Dolce & Gabbana prangt die Heilige Mutter Gottes, darüber trägt er ein Kreuz aus edlem Metall mit Diamanten drauf. Es scheint, als suche Kevin Pezzoni göttlichen Beistand vor der Feuerprobe im Weserstadion. Pezzo war bis heute der einzige verbliebene Innenverteidiger im FC-Training, quasi Soldos letzter Defensiv-Mohikaner, weil Kevin McKenna wegen einer Erkältung nur Lauftraining absolvieren konnte. Im EXPRESS-Interview aber gibt der 21-Jährige sich zuversichtlich, gegen Claudio Pizarro, Marko Marin & Co. bestehen zu können.
Kevin Pezzoni, Sie tragen heute viele Glaubenssymbole. Hilft gegen Werder nur noch beten? Nein, das denke ich nicht. Es ist eine Herausforderung, gegen Spieler wie Pizarro & Co. spielen zu können. Aber wir fahren nicht zum Verlieren dahin. Wenn möglich, wollen wir drei Punkte holen. Ohnehin sind das mehr Modeaccessoires. Ich bin zwar gläubig. Aber beten vor dem Spiel tue ich sowieso nicht.
Trotzdem muss einiges besser werden als zum Start gegen Kaiserslautern... Auch da war nicht alles schlecht. Wir haben 70 Minuten gut dagegen gehalten. Dann sind uns Fehler passiert, die nicht passieren dürfen.
Und wie geht man als junger Spieler damit um? Man darf sich da nicht so den Kopf machen. Es geht weiter, aus Fehlern muss man lernen und gestärkt aus ihnen hervorgehen.
Kapitän Youssef Mohamad ist gesperrt, Abwehr-Star Pedro Geromel verletzt. Jetzt kommt es wieder auf Sie und Kevin McKenna an. Doch zum Einspielen blieb diese Woche wenig Zeit - McKenna leidet an einer Erkältung. Das stimmt, das ist nicht optimal. Doch wir kennen uns und haben auch gegen Lautern lange gut gestanden. Wir kriegen das schon hin.
Im Training gab es eine Kopfwäsche vom Trainer an die Mannschaft, am Mittwoch klärten sie gleich reihenweise die Bälle gegen die Stürmer. So holt man sich das Selbstvertrauen zurück, aus jeder guten Situation muss man etwas Positives herausholen. Dann klappt es auch am Wochenende.
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